· 

Im Test: ooshi Menstruationsunterhose

Abgesehen von den Zeiten, in denen ich verhütet habe, hatte ich schon immer sehr starke und schmerzhafte Blutungen zu meiner Periode. Heute weiß ich, dass ich wahrscheinlich eine von den vielen gebärfähigen Frauen bin, die unter Endometriose leiden. Und das ist kein Wunder, denn jede 10te Frau ist davon im Durchschnitt betroffen.

Meine starken Bauchschmerzen verschlimmerten sich gefühlt durch Tampons - und auch die Menstruationstasse konnte keine Linderung bringen. Binden fühlten sich entweder zu dick oder zu dünn an.

 

Ich wollte es einfach fließen lassen, wollte sehen, was da so aus mir herauskommt. Und wollte mich tiefer mit meiner Weiblichkeit verbinden. Denn früher zu Zeiten, in denen unsere Ahnen noch in Stämmen zusammenlebten, war das Menstruationsblut heilig. Die Frauen hatten verstärkt seherische Fähigkeiten während ihrer Menstruation. Nicht selten waren es ihre Visionen, die sie innerhalb ihrer Meditationen während der Menstruation empfingen, die den ganzen Stamm behüteten - z.B. indem ein neuer Lagerort gesucht wurde.

 

"ooshi" heißen die schwarzen Unterhosen. Ich habe sie mir gleich mal eine Nummer größer gekauft, damit meine Gebärmutter (während der Menstruation ist sie ca. um die Hälfte vergrößert) und auch mein Bauch viel Platz hat. Die ooshi-Unterhosen sitzen perfekt und machen sogar einbisschen sexy mit ihren schwarzen Spitzen.

 

In den ersten Tagen meiner Periode ist meine Blutung teilweise so stark, dass ich innerhalb von 30 Minuten ein Maxi-Tampon durchblute. Genauso ist es dieses Mal und ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser doch relativ dünne Slip so viel Blut auffangen und speichern kann. Tut er aber! Kein unangenehmes Durchbluten in die Hose, der Sitz ist pefekt und die Auffangfläche in der ooshi Unterhose geht schön weit nach vorne und hinten hoch.

Manchmal dauert es etwas, bis das Blut komplett aufgesagut ist. Dann fühlt es sich unangenehm feucht an. Aber das kenne ich von Binden ebenfalls.

 

Nach dem Tragen sollte man die ooshi dann gleich mit kaltem Wasser ausspülen und dann in der Waschmaschine bei 40 Grad waschen. Das Ausspülen finde ich etwas gewöhnungsbedürftig, da das Blut so frisch ist und nach einer riesigen Menge aussieht, wenn es sich mit dem Wasser vermischt. Dass mein Blut, welches mir dann über die Hände läuft, nichts "Unreines" ist, sondern etwas Heilges, muss ich mir erstmal nochmal deutlich klar machen.

Gleichzeitig fühle ich mich andererseits aber auch gereinigt und entgiftet und ich bin froh, dass mein Blut richtig gesund aussieht.

Mit 37,95 Euro sind die Hosen nicht günstig. Beachtet man aber das neu gewonnene Freiheitsgefühl, die geringeren Unterleibsschmerzen, die gestärkte Verbindung zu mir und meinem Zyklus und die geringere Müllproduktion, muss ich ganz klar sagen: Es hat sich gelohnt!

Die Unterhosen gibt es in schwarz und beige und alle weiteren Informationen findest Du auf der Homepage https://ooshi-berlin.de/. Hierher habe ich übrigens auch das Foto meiner ooshi, das Ihr hier seht.

In diesem Sinne: Free Bleeding!
Eure Andrea

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0